Víctor Báez
Stellvertretender Generalsekretär

Víctor Báez Mosqueira wurde 1956 in Asunción, Paraguay, geboren. Gewerkschaftlich und politisch aktiv ist er seit den 1970er Jahren, als er gegen die Diktatur von Alfredo Stroessner in Paraguay gekämpft und die Bankangestelltenvereinigung gegründet hat, deren Generalsekretär er mehr als zehn Jahre lang war.

Von 1983 bis 1989 war er Rechnungsprüfer der regionalen Privatangestelltenvereinigung IRO-FIET (heute UNI-Americas) und von 1985 bis 1989 Generalsekretär der paraguayischen Arbeiterbewegung MIT, die unter der Diktatur aktiv war.

Nach dem Sturz des Stroessner-Regimes wurde aus der MIT der paraguayische Gewerkschaftsbund Central Unitaria de Trabajadores (CUT), deren erster Präsident Víctor Báez von 1989 bis 1993 war.

Báez war einer der Gründer des gewerkschaftlichen Koordinierungsgremiums für den Südkegel Südamerikas (Coordinadora de Centrales Sindicales del Cono Sur, CCSCS) im Jahr 1986, dessen Ziel es war, die Arbeitnehmerinnen und Arbeitnehmer in diktatorisch regierten Ländern (zum damaligen Zeitpunkt Chile und Paraguay) zu unterstützen.

1991 wurde er zum Mitglied der Verfassungsgebenden Versammlung Paraguays gewählt, die die demokratische Verfassung des Landes erarbeitet hat.

Er wurde beim 14. ORIT-Kongress zum Sekretär für Wirtschafts- und Sozialpolitik gewählt und hat sich die Führungsaufgaben mit Luis Anderson (dem damaligen Generalsekretär) geteilt.

Im Jahr 2008 hat Báez eine zentrale Rolle bei der Gründung des Gesamtamerikanischen Gewerkschaftsbundes (TUCA/CSA) gespielt, der aus dem Zusammenschluss der Interamerikanischen Regionalorganisation des IBFG (ORIT) und der WVA-Regionalorganisation CLAT hervorgegangen ist. Er wurde beim Gründungskongress des TUCA 2008 zu dessen Generalsekretär gewählt und in den Jahren 2012 und 2016 wiedergewählt.

Im Dezember 2018 wurde er zum stellvertretenden Generalsekretär des Internationalen Gewerkschaftsbundes (IGB) gewählt, der seinen Sitz in Brüssel, Belgien, hat.