L20 Intro Text - DE

Die Gewerkschaftsgruppierung Labour 20 (L20) vertritt die Interessen der Arbeitnehmerinnen und Arbeitnehmer auf der Ebene der G20 G20 The Group of Twenty, or G20, is a forum for international cooperation on the most important aspects of the international economic and financial agenda. It brings together 19 countries and the European Union, which together represent around 90% of global GDP, 80% of global trade and two thirds of the world’s population. . Sie setzt sich zusammen aus Gewerkschaften in den G20 G20 The Group of Twenty, or G20, is a forum for international cooperation on the most important aspects of the international economic and financial agenda. It brings together 19 countries and the European Union, which together represent around 90% of global GDP, 80% of global trade and two thirds of the world’s population. -Ländern sowie den internationalen Branchengewerkschaftsverbänden (GUFs) und wird vom Internationalen Gewerkschaftsbund (IGB) und vom Gewerkschaftlichen Beratungsausschuss (TUAC) bei der OECD koordiniert.

Am 1. Dezember 2018 hat Japan die G20 G20 The Group of Twenty, or G20, is a forum for international cooperation on the most important aspects of the international economic and financial agenda. It brings together 19 countries and the European Union, which together represent around 90% of global GDP, 80% of global trade and two thirds of the world’s population. -Präsidentschaft übernommen. Ministerpräsident Shinzo Abe hat eine Agenda vorgelegt, bei der es schwerpunktmäßig um die Förderung von Freihandel und Innovation, das Erreichen von Wirtschaftswachstum bei gleichzeitigem Abbau von Ungleichheiten, die Verwirklichung der nachhaltigen Entwicklungsziele, Investitionen in die Infrastruktur und die Weltgesundheit, die Bekämpfung des Klimawandels und der Verschmutzung der Meere mit Plastikmüll sowie die Verwirklichung der “Society 5.0” - “einer Gesellschaft, in der sich alle aktiv engagieren”, geht.

Der gastgebende Gewerkschaftsbund des L20-Treffens und dessen Vorsitzender Rikio Kozu, der Internationale Gewerkschaftsbund (IGB) und der Gewerkschaftliche Beratungsausschuss bei der OECD (TUAC) werden den L20-Gipfel am 29. und 30. August in Tokio abhalten.

Die Arbeits- und Beschäftigungsminister, die am 1. und 2. September in Matsuyama tagen, werden über demografischen Wandel diskutieren, einschließlich der Herausforderungen, die sich aus einer alternden Gesellschaft ergeben, wie etwa Rentenfinanzierung, Verlängerung der Lebensarbeitszeit und Tätigkeiten im Pflege- und Betreuungsbereich. Zudem wird es um Pläne zur Erhöhung der Erwerbsbeteiligung von Frauen und einen “Austausch von Verfahrenspraktiken” bezüglich der Zukunft der Arbeit und neuer Arbeitsformen gehen. Eine kleine Delegation hochrangiger Gewerkschaftsvertreter/innen wird an dem Treffen der G20-Arbeits- und Beschäftigungsminister teilnehmen und ihren Beitrag dazu leisten.

Seit dem Beginn der Finanzkrise 2008 beteiligt sich die L20 am zwischenstaatlichen Prozess der G20, um gemeinsam mit der Wirtschaft (B20), der Zivilgesellschaft (C20) und der Jugend (Y20) als eine der offiziellen "Outreach-Gruppen" für einen integrativen und konstruktiven Dialog über ‘Beschäftigung und Wachstum’ zu sorgen.

Die L20 übermittelt bei Konsultationen mit der Arbeitsgruppe Beschäftigung und den Treffen der Sherpas, bei den Zusammenkünften der Arbeits- und Finanzminister und den G20-Gipfeln die Schlüsselbotschaften der internationalen Gewerkschaftsbewegung. Die gemeinsamen Konsultationen der Sozialpartner mit den Staats- und Regierungschefs sowie mit den Finanz- und Arbeitsministern bilden einen integralen Bestandteil des G20-Prozesses.

Die Mitglieder der L20 formulieren ihre Schlüsselbotschaften im Rahmen eines breit angelegten Konsultationsprozesses und legen ihre politischen Ziele für jede G20-Präsidentschaft bei einem L20-Gipfel fest.

Die Strategien und Lobbyaktivitäten der L20 werden sich konzentrieren auf:

  • die Fortsetzung der Arbeit der Untergruppe bezüglich des Anteils des Arbeitseinkommens und menschenwürdiger Arbeit, vor allem in Lieferketten, sowie mit Blick auf die Transformation der Arbeit;
  • die Korrektur von Einkommensungleichheiten durch Mindestlöhne und Tarifverhandlungen, Respekt vor den Arbeitnehmerrechten und Sozialschutz;
  • die Erhöhung der Investitionen in die Infrastruktur und die Pflegewirtschaft;
  • den Abbau des geschlechtsspezifischen Lohngefälles in Verbindung mit Maßnahmen zur Erhöhung der Erwerbsbeteiligung von Frauen;
  • die Vorbereitung der Beschäftigten auf eine beschäftigungsreiche, erfüllende Zukunft der Arbeit;
  • die Auseinandersetzung mit negativen Auswirkungen der Digitalisierung und plurilateraler E-Commerce-Regelungen auf Arbeitsmärkte und Rechtsrahmen;
  • die Förderung von Steuertransparenz und Rechenschaftspflicht;
  • die Koordination der Maßnahmen, um einen gerechten Übergang zu einer CO2-neutralen Wirtschaft und den digitalen Wandel zu erreichen;
  • den Schutz der Arbeitnehmerrechte von Migranten und die Verwirklichung der Agenda 2030.

Die L20 drängt konsequent auf:

  • Investitionen zur Schaffung qualitativ hochwertiger Arbeitsplätze;
  • die Ausweitung hochwertiger Ausbildungs- und Qualifizierungsprogramme;
  • die Formalisierung der Beschäftigung durch Mindestlöhne, Rechte bei der Arbeit und sozialen Basisschutz;
  • ein nachhaltiges, grünes und integratives Wachstum;
  • eine gerechte Einkommensverteilung;
  • die Re-Regulierung des Finanzsektors;
  • die Verfolgung der Einhaltung früherer und künftiger Zusagen der G20.