Der IGB-Solidaritätsfonds – Was er bezweckt

Aus dem IGB-Solidaritätsfonds werden Gewerkschaftsaktivitäten in den bedürftigsten Ländern unterstützt. Organisationen und Einzelpersonen, die Not leiden oder unterdrückt werden, wird geholfen, Gewerkschaftskampagnen, Organisierungsarbeit und der Ausbau von Kapazitäten und Strukturen werden unterstützt. Beaufsichtigt und verwaltet wird der Fonds vom Verwaltungsrat des Solidaritätsfonds. Über Bereitstellungen aus dem Fonds entscheidet der Verwaltungsrat, dessen Vorsitz Luc Cortebeeck (CSC, Belgien), einer der beiden stellvertretenden Präsidenten des IGB, führt.

Die übrigen Mitglieder des Verwaltungsrates sind:
Agnes Jongerius – FNV-Niederlande
Manuel Zaguirre Cano – USO-Spanien
Wanja Lundby-Wedin – LO-Schweden
Michael Sommer – DGB-Deutschland
René Paas – CNV-Niederlande
Victor Baez – IGB-TUCA-Generalsekretär
Noriyuki Suzuki – IGB-Asien/Pazifik-Generalsekretär
Kwasi Adu-Amankwah – IGB-Afrika-Generalsekretär

Dem Verwaltungsrat gehört ferner ein Vertreter der Rechnungsprüfer an.

Der Verwaltungsrat erstattet dem IGB-Vorstand Bericht. Während des Jahres 2007 wurden aus dem Fonds Aktivitäten in Höhe von insgesamt 1 Million Euro unterstützt.

Der Fonds wird aus freiwilligen Beiträgen von IGB-Mitgliedsorganisationen finanziert.
Nachstehend finden sich einige Beispiele dafür, wie der Fonds den Menschen hilft.

Der Solidaritätsfonds in Aktion

Guatemala
In Guatemala, einem der gefährlichsten Länder der Welt für diejenigen, die sich um die Vertretung der grundlegenden Arbeitnehmerrechte bemühen, sehen sich Gewerkschafterinnen und Gewerkschafter mit Gewalt und sogar Mord konfrontiert. Mehrere Gewerkschafter/innen wurden dort in letzter Zeit getötet, und der IGB und die Globalen Gewerkschaftsföderationen haben eine internationale Kampagne begonnen und gewähren der guatemaltekischen Gewerkschaftsbewegung direkte Unterstützung. Mehr.





Guinea
Anfang 2007 hat die Gewerkschaftsbewegung Guineas mehrere Großdemonstrationen organisiert, nachdem es die Regierung versäumt hatte, die mit den Gewerkschaften unterzeichneten Vereinbarungen einzuhalten. Protestiert wurde auch gegen die Inkompetenz und Korruption der Regierung, die bekanntermaßen eine der korruptesten der Welt ist. Die Behörden reagierten mit Gewalt: 129 Demonstranten wurden getötet, rund 1.700 wurden verletzt, und auf Gewerkschaftsbüros wurden Anschläge verübt. Der IGB hat den Gewerkschaften Unterstützung gewährt und internationalen Druck auf die Regierung ausgeübt, um sie zu einer Vereinbarung mit den Gewerkschaften zu veranlassen. Eine solche Vereinbarung kam zwar letztendlich zustande, aber die Regierung hat sich erneut nicht daran gehalten und ihre gewerkschaftsfeindlichen Repressionen seither fortgesetzt. Mehr




HIV-Aids
Von der HIV/Aids-Pandemie sind Millionen Arbeitnehmerinnen und Arbeitnehmer in aller Welt betroffen. Der IGB und seine Partnerorganisationen arbeiten im Rahmen des HIV/Aids-Programms von Global Unions zusammen, um durch betriebliche und lokale Maßnahmen gemeinsam mit UN-Organisationen und Arbeitgebern Aufklärungsarbeit zu leisten, Neuinfektionen zu vermindern, für den Zugang zu Medikamenten und zu einer ärztlichen Versorgung zu sorgen und die Rechte derjenigen, die mit dem Virus leben, am Arbeitsplatz und in der Gesellschaft zu schützen.

Migration
Millionen Wanderarbeitskräfte sehen sich überall auf der Welt Ausbeutung und Verletzungen ihrer Menschen- und Gewerkschaftsrechte ausgesetzt. Der IGB unterstützt die Gewerkschaften sowohl in den Heimatländern der Migranten als auch in den Aufnahmeländern, um diesen Arbeitskräften zu menschenwürdiger Arbeit und einem menschenwürdigen Leben für sich selbst und ihre Familien zu verhelfen.